Höhen und Tiefen - Im Pamirgebirge

Tief in Zentralasien, eingebettet zwischen China, Kirgistan und Afghanistan, liegt Tadschikistan.
Ein Land, das zu 93% aus Gebirge besteht.
Und hier liegt auch die zweit höchste Fernstraße der Welt. Die Pamir Hochstraße.
Sie führt, auf den östlichen 500 km, durch eine karge Landschaft aus Staub und Stein.
Auf immer über 3500 Höhenmeter.
Es sieht aus, wie auf dem Mond.

Für uns ist der Pamir, wahrhaftig, ein auf und ab. Es ist wunderschön. Gleichzeitig kostet Tadschikistan uns aber auch viel Energie.
Wir werden eingeschneit, kämpfen mit den Kräften und werden zum ersten Mal von einigen wenigen Menschen enttäuscht. Die Dinge laufen schleppend. Manchmal warten wir Stunden oder sogar Tage an der Straße, bis ein Auto kommt und uns mitnehmen kann.
Es ist ein Abenteuer, wie wir es nicht erwartet hätten.

Marco Polo, Endecker der Welt, war einer der ersten Europäer, der das Pamirgebirge durchquerte. Auch er schrieb begeistert von der rauen Landschaft im heutigen Tadschikistan.
„Das Nichts ist der Pamir. (...) die Gegend ist so hoch und kalt, dass man nicht einmal Vögel fliegen sieht...“

Und doch leben hier Menschen. Nicht viele, aber ein paar trotzen der Höhe. Minus 20 Grad im Wohnzimmer, erzählt man uns, seien im Winter normal. Wie sie hier überleben können, ohne Holz, ohne Felder und Ackerbau, nur mit ihren Yaks und Eseln, bleibt für uns ein Wunder.

Aber für sie ist es normal, denn für sie ist es Heimat.