Im Laufe der Wochen

Die Zeit verläuft sich schön. Vergeht alles andere als im Flug.
Langsam kommen wir durch frankreichs Süden an die Ardéche. Später an die Rhone.
Und wir wissen warum wir das unseren Knien und Füßen antun: um wieder draußen zu sein.
Wir beobachten Wildscheine, mundrauben Kirschen, testen Spielplätze, schlafen im Wald oder im Feld, stehen unter Tannen wenn der Regen kommt, und trocknen mit der Sommersonne wenn wir wieder weiterziehen.
Körperlich ist es nicht immer einfach und doch fallen wir abends glücklich und tiefenentspannt ins Zelt.
Es ist so schön, zu Fuß zu reisen. Irgendwie vollkommen.

Ich schaue auf die Frankreich-Karte und sehe was wir schon alles zu Fuß gegangen sind und es fühlt sich gut an.
Wir spüren die Distanz wie selten zuvor auf der Reise.

Mit 900 Kilometern auf dem Tacho und ordentlich Muskeln in den Waden kommen wir in die Schweiz.
Das Jura Gebirge ist romantisch und erinnert schon an den Schwarzwald, traumhaft schön.
Der Mont Blanc zieht eine Weile im Augenwinkel mit uns, bevor wir wieder auf die französische Seite wechseln und uns dort mit der Doubs zusammen durch wilde Täler schlängeln.
Und dann, auf dem letzten kleinen Pass des französischen Juras, können wir weit am Horizont die Silhouette des Schwarzwald erkennen...